Gausz

Geographisches Auskunftsystem

GAUSZ Desktop - das Auskunftssystem

Mit Gausz Desktop lassen sich grafische Vektor- und Rasterdaten verschiedener Geoinformationssysteme (GIS) zu Auskunftszwecken darstellen. Vektor- und Rasterdaten können überlagert werden.

Die grafischen GIS-Daten des Ausgangssystems werden ausgelesen, komprimiert und ohne Informationsverlust bei Erhalt von vorgegebenen Strukturen nach GAUSZ übertragen. Es werden Komprimierungsfaktoren von bis zu 20 erreicht. Dadurch werden nur geringe Speicherkapazitäten benötigt. An die PC-Hardware werden keine besonderen Anforderungen gestellt.

 

GAUSZ Desktop - das Konzept

Die schnelle Wiedergabe der grafischen Informationen wird durch eine Kachelung der Daten erreicht. Der Hauptspeicher wird nur benutzt, um den aktiven Bildschirmausschnitt darzustellen.

 

Zum Erzeugen der einzelnen GAUSZ-Zeichnungen werden die Ursprungsdaten somit in sog. Kacheln unterteilt.

 

GAUSZ Desktop - die Kachelung

Das Konzept von GAUSZ sieht drei mögliche Kachelungstypen vor: 

  • Die Achter-Kachelung
    Bei der Achter-Kachelung decken acht Bestandspläne eine Fläche von einem Quadratkilometer ab. Der einzelne Bestandsplan hat eine fünfstellige Bezeichnung, die aus der Gauß-Krüger-Koordinate der linken unteren Ecke des Bestandsplanes ermittelt wird.
  • Die Ein- und Zweiquadratkilometer-Kachelung
    In Anlehnung an die Achter-Kachelung werden Kacheln mit  einer Größe von einem bzw. zwei Quadratkilometern mit einer siebenstelligen Plannummer gekennzeichnet, die ebenfalls aus der Gauß-Krüger-Koordinate der linken unteren Ecke des Bestandsplanes ermittelt wird.
  • Freie Kachelung
    Um Daten von Systemen nach GAUSZ einlesen zu können, die nicht den vorgenannten Schemata entsprechen, ist GAUSZ in der Lage, auch Kacheln mit beliebiger Größe und  Namen blattschnittfrei darstellen zu können.

GAUSZ Desktop - die Oberfläche

Die Bedienoberfläche von GAUSZ besteht aus Text- und Symbolmenüs. Kontextmenüs sorgen für eine übersichtliche Gestaltung.

 

Darüber hinaus ermöglicht die Parametrisierung der Menüs eine benutzerspezifische Bedienoberfläche zu erstellen. Die Werkzeugleiste kann hierbei frei gestaltet werden.

 

Die meisten GAUSZ-Kommandos können über DDE-Befehle von anderen Windows-basierenden Programmen problemlos an GAUSZ übergeben werden.

 

Die Bedienung von GAUSZ entspricht dem Windows-Standard (u.a. Mehrfachstart) und kann in wenigen Minuten erlernt werden.

 

GAUSZ Desktop - die Sachdatenanbindung

Die Sachdatenanbindung bezieht sich auf Bestandsinformationen, die als alphanumerische Daten vorliegen.

Damit werden grafische Objekte (Straßen, Gebäude, Leitungen etc.) identifiziert und beschrieben. Vorgänge (Straße erneuern, Hausanschluss verändern, Leitung verlegen usw.) werden unterstützt.

In Geo-Informationsystemen werden die  Sachdaten zum Teil direkt oder in mit dem GIS verbundenen Datenbanken abgelegt. Beim Transfer der grafischen Information nach GAUSZ werden die vorhandenen Objekt-ID’s  (Verbindung zu den Sachdaten) in die GAUSZ-Grafik eingebunden.

So kann der Anwender über standardisierte Schnittstellen wie DDE und ODBC auf die bestehenden Sachdaten in Standarddatenbanken wie MS-Access, Oracle, Informix usw. zurückgreifen. Es kann die Datenbank eines zentralen Servers in einem Netzwerk oder die Datenbank im Einzelplatz-PC, z.B. Notebook, benutzt werden.

 

GAUSZ Desktop - die Zeichnungsergänzungen

Zeichnungsergänzungen werden in GAUSZ aus der Sicht eines dezentralen Anwenders betrachtet. Die Zeichnungsergänzungen sind persönliche Notizen, die der vorhandenen Grafik überlagert oder in einer eigenen Sachdatenbank erfasst werden. Dazu werden Funktionen bereitgestellt, die ermöglichen, Zeichenelemente und Texte in einer beliebigen Zusatzgrafik abzulegen.

 

Zu den Objekten können Objekt-ID’s definiert werden. Über diese Objekt-ID’s lassen sich Sachdaten zu den Objekten in der eigenen Datenbank zuordnen.

 

GAUSZ - die Schnittstellen

GAUSZ verfügt über Schnittstel­len bzw. Konvertierungspro­gramme um die Grafikdaten verschiedener Geo-Informationssysteme für die Darstellung und die Sachdatenanbindung in GAUSZ aufzubereiten.

 

Folgende Grafikformate lassen sich in das GAUSZ-Datenformat konvertieren:

  • CGM
  • DXF/DWG (auf Anfrage)
  • HPGL
  • LOU (GRADIS, MOSKITO)
  • TIF
  • Shapefile

GAUSZ Desktop - die Funktionen (Auszug)

Anzeigefunktionen

-  Mehrfenstertechnik (maximal 4)

-  Anzeige des aktuellen Maßstabes und der aktuellen Koordinaten

-  Zoomfunktionen

-  Verschieben und Drehen des Bildausschnittes

-  Temporärer Bildverschiebemodus

-  zentrierte Positionierung des Bildinhaltes

-  Undo/Redo-Funktionalität

-  Maßstabseinstellung

-  Freie Wahl der Anzeigepriorität von Folien

-  Maßstabsabhängiges Ein- und Ausblenden von Folien (logischer Zoom)

-  Blattschnittfreie hybride Darstellung von Raster- und Vektordaten

-  Benutzerdefinierte Aufrasterung von s/w-Rasterzeichnungen

-  Festlegung der Rasterbreiten für einzelne TIF-Zeichnungen

-  Überlagerung mehrerer Vektorzeichnungen

-  Wechsel von Raster- und Vektorzeichnungen in Abhängigkeit des Maßstabes

-  Farbseparation von TIF-Zeichnungen

-  Unterstützung unterschiedlicher Schriftfonts

-  Kombination verschiedener thematischer Aufbereitungen zur Darstellung mehrerer Sachverhalte in einer Karte

-  Umrissfarbe, Füllfarbe und Schraffur von flächenförmigen Elementen sowie Farbe und Breite von Linien und Texten im Dialog wählbar

-  Blattschnittfreie Anzeige nicht gekachelter Zeichnungen

-  Vorschaufenster für JPG’s, die aus einer Digitalkamera kommen

-  Hervorhebung von Schlüsselbegriffen

-  Ausblenden von Zeichnungen

-  Schnellinfo (Folie und Ebene) für linienförmige Grafikelemente

-  Darstellung von Multipage-TIFF

-  Direkte (blattschnittfreie) Anzeige von PNG-Dateien (ab Version 3.8)

-  Direkte (blattschnittfreie) Anzeige von ECW-Dateien und Diensten (ab Version 3.8)

-  Direkte (blattschnittfreie) Anzeige von WMS-Diensten (ab Version 3.9)

-  Direkte (blattschnittfreie) Anzeige von DXF/DWG-Daten über ein Plugin (auf Anfrage)

 

Datenverwaltung

-  Sekundärdatenbestand

-  Erzeugung von Daten mit „Verfallsdatum“ zum Geomarketing

 

Symbole

-  Symbolverwaltung

-  Punktbezogene Vektorsymbole

 

Zusatzgrafik

-  Objekttypen: Linie, Linienzug, Kreis, Text, Fläche, Polygon, Rechteck, Punkt, Symbol mit Schlüssel

-  Verschieben, Kopieren und Löschen von Objekten

-  Einfügen, Fangen, Verschieben von Objektstützpunkten

-  Kopieren von Objekten

-  Erfassen, Löschen und Setzen von Texten

-  Eingabe von Schlüsselbegriffen für Objekte

-  Konstruktionsbefehle

-  Freies Drehen von Zusatzgrafiken

-  Zusammenfassung von Elementen zu Objekten

-  Ablage von Objekten auf gesonderter Folie bzw. Ebenen

-  Setzen von Merkern als Nadel auf einer gesonderten Folie

-  Erzeugung von Bögen durch drei Punkte

-  Unterstützung unterschiedlicher Fonts

 

Ausgabefunktionen

-  Hybrides Drucken oder Plotten

-  Druckvorschau (Drehen und Verschieben möglich), Ausgabe des Nordpfeils

-  Druck mit frei bestimmbarer Rahmen

-  Eingabe freier Texte für den Blattspiegel

-  Einbinden einer BMP-Datei als Logo im Rahmen

-  Ausgabe mit Wasserzeichen

-  Ausgabe mit Copyright

-  Anfahrtsskizze mit Legende

-  Einstellung fester Größen

-  Datenausgabe in Windows Meta-file (EMF)

-  Generierung von Rasterdaten im TIF, BMP, JPG oder PNG-Format)

 

Analysefunktionen

-  Fehlerortung

-  Netzverfolgung

-  Ermittlung von Polygonlängen

-  Flächenberechnung

-  Flächenermittlung von Flächen der CGM-Grafik

-  Vermassung  

 

GPS-Anbindung

- Positionsmarkierung, Anzeige des zurückgelegten Weges, moving map

 

Anwenderdokumentation

- Windows Online-Hilfe

- PDF-Anwenderhandbuch